Der erste Eindruck – Weißt du, wie du auf andere wirkst?

 
 

Wir kennen es alle: Wenn wir eine Person kennenlernen, stecken wir sie automatisch in eine Schublade. Oft ist dieser erste Eindruck sehr entscheidend für die weitere Beziehung zu diesem Menschen.

In diesem Beitrag möchte ich dir daher ein paar Ideen an die Hand geben, wie du deinen ersten Eindruck beeinflussen kannst. Dabei ist es mir ganz wichtig, dir zu sagen: Du sollst dich nicht verstellen – um Gottes Willen. 

Doch es gibt ein paar Dinge, die du über den ersten Eindruck lernen kannst und die dir helfen können, auf andere positiv zu wirken.

 
Blogartikel: Welches der Elemente von Fashion Feng Shui® passt zu dir?
 

Der erste Eindruck –
oder auch das typischen Öffnen der Schublade,
die wir alle kennen.

 
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Der erste Eindruck ist entscheidend.

Der erste Eindruck geschieht immer, er geschieht immer unbewusst und er geschieht in Sekundenschnelle. Das heißt, ehe du dich versiehst, steckst du schon in einer Schublade. 

Denn nichts anderes passiert beim ersten Eindruck: Es ist die Entscheidung darüber, ob man jemanden sympathisch oder unsympathisch findet. Und ist man erst einmal in dieser Schublade – kommt man da nur sehr schwer wieder raus.

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Wenn du jemanden das erste Mal siehst und ihn direkt einordnest – in „nett/ nicht nett“ oder „sympathisch/ unsympathisch“? Das geschieht blitzschnell, ganz automatisch, aus dem Bauch heraus, ohne dass dir bereits klar wäre, warum du diese Person so eingeordnet hast.

Diese Einteilung in „Freund“ oder „Feind“ liegt daran, dass gewisse Mechanismen, die früher entwicklungstheoretisch für das Überleben notwendig waren, im menschlichen Gehirn immer noch aktiv sind.

Erst nach genauerem Hinsehen bzw. Nachdenken, wird dir klar, warum du diese Person so eingestuft hast.

Hast du dich schon einmal gefragt, in welcher Schublade du wohl immer so landest, wenn dich
Menschen das erste Mal sehen? 

Lass mich dir sagen: Der erste Eindruck zählt. Wie wir uns geben, uns ausdrücken, uns kleiden – all das wirkt auf andere. Und es ist faszinierend zu sehen, wie stark und lange uns dieser erste Eindruck tatsächlich beeinflusst.

 

Die 4 Elemente,
die den ersten Eindruck ausmachen

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1. Deine Kleidung 

Auch wenn wir immer darauf schwören, dass die inneren Werte zählen, so ist es eben doch der erste Eindruck, den auch und vor allem deine Kleidung bestimmt. 

Unser Gegenüber weiß nicht, ob du besonders gut zuhören kannst oder andere positive Eigenschaften hast. Sie sehen nur, was du trägst und schlussfolgern daraus, was oder wer du bist. Deine Kleidung hat immer Signalwirkung. 

Mit deiner Kleidung drückst du auch immer aus, wie wichtig oder unwichtig du dich selbst findest. Außerdem drückt sie auch die Haltung aus, die du anderen gegenüber hast. Viele Menschen empfinden unangebrachte Kleidung als Missachtung ihrer Person oder der Situation gegenüber. Das schafft natürlich keine positiven Eindrücke. 

Kleidest du dich nachlässig, kann dein Gegenüber möglicherweise auf den Gedanken kommen, du bist auch in anderen Dingen des Lebens nachlässig oder führst deinen Beruf nur halbherzig aus. Möchtest du kompetent und seriös wirken, dann wähle ein Kostüm oder den klassischen Blazer. Und schau gelegentlich noch einmal an dir herunter: Was könnten deine Hose, deine Schuhe, deine Jacke – und ja, auch deine Socken aussagen?

4 Fragen, die du bei der Auswahl deiner Kleidung beachten solltest:

  • Welche Erwartungen haben du und andere an deine Kleidung (Alltag, Chef, Gastgeber)?

  • In welchem Umfeld bewegst du dich (beruflich, privat, offiziell)?

  • Gibt es für spezielle Anlässe feststehende Gepflogenheiten?

  • Was passt zu deinem Kleidungsstil? 

Wenn du Hilfe dabei benötigst, deinen ganz eigenen Stil oder das passende Outfit für dich zu finden, kannst du gern in meinem Artikel „Der Weg zu deinem neuen Stil“ vorbeischauen.



 

2. Deine Körpersprache

Du sprichst immer – und zwar mit deinem Körper. Ob du willst, oder nicht. Dein Körper sendet unbewusst immer etwas aus und kommuniziert. 

Deine äußere Haltung wirkt sich auch immer auf deine innere Haltung aus. Und umgekehrt. Manchmal sind die verschränkten Arme auf dem Schoß einfach bequem, aber überkreuzte Arme oder Hände in den Hosentaschen können deinem Gegenüber auch Desinteresse, Verschlossenheit und Unsicherheit vermitteln. 

 

Die 5 wichtigsten Botschaften deines Körpers

Deine Mimik

Zu deiner Mimik gehören:

  • Augen, 

  • Wangen, 

  • Mund, 

  • Stirn und 

  • Augenbrauen.

 

Es ist weitaus komplizierter, die eigene Mimik zu trainieren, als sich andere nonverbale Signale anzueignen. Fehlende Gesichtsbewegungen wirken auf viele Menschen verunsichernd. Wenn du also gar keine Regung zeigst, kannst du leblos und unsympathisch wirken. Eine übertriebene Mimik hingegen kann überzogen, übertrieben und unehrlich wirken. Am besten ist es, du versuchst das Gesagte durch deine Mimik zu unterstreichen. Deine Augen sind dabei immer besonders wichtig. Aus ihnen kann man fast alles ablesen. Und lass mich dir noch sagen: Blickkontakt ist für deinen Gesprächspartner auch immer ein Zeichen der Wertschätzung und zeugt von Interesse. Mit einem guten Blickkontakt ist für den ersten Eindruck schon viel gewonnen. 


Deine Schultern

Fallen deine Schultern zu weit nach vorn, wirkt es, als könntest du ihre Last nicht mehr tragen. Fallen sie zu weit nach hinten, kannst du mit herausgestreckter Brust ein wenig hochnäsig wirken. Wenn deine Schultern locker fallen und weder nach hinten noch nach vorn kippen, wirkst du entspannt und sehr angenehm auf andere.


Deine Hände

Auch deine Hände sprechen immer. So muss eine Ruhehaltung deiner Hände nicht immer ausdrücken, dass du auch innerlich ruhig bist. Je nach Spannungszustand können unbewegte Hände auch Verkrampfung und Unsicherheit ausdrücken. 

Ich kann dir sagen: die Sprache deiner Hände offenbart sich in allen Körperhaltungen. Häufig bewegen wir die Hände zum Kopf oder zu anderen Körperteilen – und ganz oft beschäftigen sich unsere Hände auch mit Gegenständen. Was machst du denn z.B. mit deinen Händen, wenn du nervös bist? Bei Frauen – so sagt man – ist das Spielen mit den Haaren, der Kette oder den Ohrringen eine typische Geste der Verlegenheit. Erkennst du dich wieder?


Deine Beine und deine Haltung

Entweder das Gewicht unseres Körpers wird auf beide Beine gleichmäßig verlagert oder wir haben ein Standbein und ein Spielbein. Wie ist das bei dir? Stehst du mit beiden Beinen gleich oder ist eines immer angewinkelt? 

Eine zu gerade Stellung kann auch den Anschein erwecken, du bist angespannt und verkrampft. Eine entspannte und gerade Haltung, wobei deine Schultern entspannt sind und dein Kopf, Hals und Wirbelsäule eine gerade Linie ergeben, sorgt dafür, dass dein Gegenüber ein positives Gefühl bekommt.


Die Distanz

Ganz wichtig bei deiner Körpersprache ist die Distanz. Jeder Mensch hat unterschiedliche Distanzbedürfnisse.
Diese sollte man erkennen und dann auch respektieren. 

Gehst du zu nah an jemanden heran, kann das ein ungutes Gefühl bei deinem Gegenüber auslösen. Gehst du zu sehr auf Distanz, kann das den gleichen Effekt haben. Am besten ist, wie immer, ein gutes Mittelmaß. Mein Tipp: Gehe für den Anfang einfach davon aus, was dir behagt. Und je besser du den Menschen dann kennst, kannst du einschätzen, wie viel Nähe für ihn in Ordnung ist.


Deine Stimme

Deine Stimme und wie du etwas sagst, machen 38 % von dem aus, welchen ersten Eindruck du vermittelst. Eine entspannte und ausgeglichene Stimme, wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Am besten Du achtest auf eine ruhige Stimmlage und auf eine angenehme Lautstärke. 

Auch dein Sprechtempo sollte nicht zu schnell sein, damit dein Gegenüber dir gut folgen kann. Der Ausspruch „der Ton macht die Musik“ gilt natürlich – wie soll es anders sein – auch beim ersten Eindruck.


Das Gesagte

Auch wenn das tatsächlich Gesagte beim ersten Eindruck nur mit 7 % zu Buche schlägt, heißt das nicht, dass der Inhalt nicht zählt. 

Bleib dir selbst treu und versuche nicht, dich in deiner Wortwahl komplett zu verstellen. Das kann dein Gegenüber merken und dich so für wenig authentisch halten. Bei einer guten Kommunikation wechselt man sich immer ab und lässt den anderen ausreden. Da fällt mir ein: Ein Blogbeitrag über die wichtigsten Regeln in der Kommunikation wären auch eine Idee. Oder, was sagst du? 

Außerdem sind bei einem ersten Kennenlernen vielleicht auch ein paar persönliche Worte wie „Schön, dich kennenzulernen!“  nicht verkehrt. Kleidung, Körpersprache, Stimme, das Gesagte – diese vier Elemente machen den ersten Eindruck aus.

Mit welchen dieser Elemente fühlst du dich schon sicher? Wo möchtest du gerne noch mehr dazulernen?

Konntest du dir aus diesem Blogartikel schon ein paar Tipps und Ideen für dich mitnehmen? Lass es mich gern in einem Kommentar wissen – ich freue mich sehr. 

Wenn du Fragen haben solltest oder dir individuellen Rat wünschst, kannst du mich auch immer gerne persönlich kontaktieren.

 
 
Ich habe gelernt, dass Menschen vergessen, was man gesagt hat, dass Menschen vergessen, was man getan hat, aber dass sie niemals vergessen, welche Gefühle man in ihnen hervorgerufen hat.
— Maya Angelou
 


 
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