Kinder-Knigge - meine Tipps, wie du deinem Kind Werte vermitteln kannst

 
 

Was ist eigentlich gutes Benehmen?

Bei dieser Frage kommen wir Erwachsenen oft ins Straucheln - erst recht, wenn wir gutes Benehmen einem Kind erklären und beibringen möchten.

In diesem Artikel möchte ich gerne mit dir teilen, wie du Kindern im Alltag Werte vermitteln kannst. Dabei geht es nicht um perfektes Verhalten, sondern um ein paar kleine Grundregeln, die auch schon die Kleinsten lernen können.

Diese Tipps können dir helfen,
deinem Kind die wichtigsten Werte zu vermitteln!

 
Blogartikel: Welches der Elemente von Fashion Feng Shui® passt zu dir?
 

Aufmerksamkeit: Kinder lernen das, was wir Ihnen vorleben

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Kinder hören alles! Auch wenn wir Erwachsenen denken, sie hören nicht zu oder verstehen noch gar nicht, was wir erzählen. Und das ist manchmal vielleicht etwas... nun ja, ungünstig. Aber eigentlich ist es wunderbar: Denn so kannst du deinem Kind ganz einfach die wichtigsten Werte vermitteln. Und zwar, indem du sie ihnen vorlebst. 

Damit meine ich aber auf keinen Fall, dass du dich immer perfekt benehmen musst! Denn Hand aufs Herz: Wem von uns rutscht nicht mal ein Sch**** raus? Aber ich denke, solange wir den Kindern – oder auch uns selbst noch einmal ;) – erklären, dass dieses Wort vielleicht nicht so passend ist, geht das absolut in Ordnung. Denkst du auch? 

Ein Beispiel aus meinem Alltag, in dem mir dieses Nachahmen wieder bewusst wurde: Neulich beim Frühstück fragte ich meinen Sohn (bald 5), ob er noch eine Schreibe Brot möchte. Er antwortete mir: „Nein danke Mama, ich mag nichts mehr essen, ansonsten habe ich später im Kindergarten, wenn es Pausenbrot gibt, keinen Hunger mehr!“ 

Ich muss ihm ziemlich verdutzt angeschaut haben, denn für mich klang dieser Satz so, als hätte ich ihn selbst gesagt. 

Kommt dir so eine Situation bekannt vor? Was hat dein Kind schon einmal gesagt, wo du dich selbst ganz deutlich wiedererkannt hast?

Kinder ahmen uns nach. Deshalb lebe das vor, was du deinem Kind vermitteln möchtest. Durch Nachahmung von Mama und Papa oder anderen Bezugspersonen lernt das Kind am einfachsten und schnellsten. 

 

Bewusstsein: Kenne deine eigenen Werte

Natürlich entscheidest du selbst, welche die wichtigsten Werte sind, die du deinem Kind weitergeben möchtest. Ein guter Leitfaden für Benimmregeln ist folgende Frage: Wie möchtest du selbst behandelt werden?

Daraus ergeben sich fast schon von selbst die wichtigsten Werte. Und wenn du selbst nach diesen Werten lebst, wirst du diese auch deinem Kind mit auf den Weg geben. So lernt es ganz automatisch die Grundregeln des guten Benehmens.

Da fällt mir auf: „gutes Benehmen“ klingt irgendwie sehr streng und so altbacken, findest du auch? Aber es meint eben einfach die kleinen Dinge, die unser aller Zusammenleben so viel schöner machen. Ein klassisches Beispiel: Bitte und Danke.

Diese Kleinigkeiten können auch schon die ganz Kleinen lernen!

In meinem Blogartikel über die wichtigsten Benimmregeln für Erwachsene kannst du noch mehr Inspiration für deine Werte nachlesen.

Für mich persönlich machen vor allem diese 3 Dinge gutes Benehmen aus:

  • Respektvoll und hilfsbereit anderen gegenüber sein.

  • Niemanden bewusst kränken und verletzen.

  • Andere so behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden möchte.

 

Integration: So übst du mit deinem Kind im Alltag

Mit viel Geduld und Liebe kannst du deinem Kind helfen, die richtigen Werte zu lernen. Aus meiner Erfahrung mit meinem eigenen Kind und den Workshops zu Kinder-Knigge kann ich dir dabei Folgendes mit auf den Weg geben:

  • Balance: Lass deinem Kind Raum zur Entfaltung und Kreativität. Sei weder zu streng, noch zu locker. (Ich weiß, manchmal leichter gesagt als getan. :) )

  • Konsequenz: Gib nicht so schnell klein bei. Übe lieber jeden Tag eine Sache, als das Kind zu überfordern. Einmal erlernt, sollten Höflichkeit und Benimmregeln immer gelten.

  • Prioritäten: Überfordere dein Kind nicht, sondern setze Prioritäten in dem, was gelernt werden soll.

  • Kommunikation: Sprich mit deinem Kind und erkläre anhand von Beispielen, warum gewisse Dinge wichtig sind. Kindern hilft es, wenn sie wissen, warum sie bestimmte Benimmregeln befolgen sollen.

  • Verständnis: Frag dein Kind nach den Gründen für sein Verhalten, bevor du es direkt tadelst. 

  • Vorbild: Dein Kind lernt gutes Benehmen auch und vor allem durch Zuschauen. Sei ihm also ein gutes Vorbild!

  • Altersgerecht erziehen: Kindergartenkinder brauchen keine perfekten Tischmanieren.

  • Loben: Betone Erfolge und bestärke dein Kind somit. Wir selbst sind auch mehr motiviert, wenn wir merken, dass etwas gut ankommt. 

  • Ausrutscher: Ob beabsichtigt oder unabsichtlich – verzeihen und nicht bestrafen.

 

Gutes Benehmen für die Kleinsten

Möchtest du dich diesem Thema noch einmal mehr nähern – und vor allem dein Kind mit einbeziehen? Wenn du jetzt nickst, lege ich dir gern mein neues Kinderbuch ans Herz. In diesem Buch kannst du dir zusammen mit deinem Kind anhand einer realen Situation, die als Geschichte dargestellt ist, die wichtigsten Benimmregeln vornehmen. Mit dabei sind unter anderem Tischmanieren zu Hause, als Gast und im Restaurant, das richtige Begrüßen und Verabschieden. 


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Der Kinderknigge
10 Lektionen für einen guten ersten Eindruck!

Entdecke mit Laura und Jakob, den beiden Hauptfiguren im Kinderknigge die Welt des “Guten Benehmens” und warum Laura sich am Ende sehr auf den Besuch bei Familie Gruber mit ihrer Familie freut!


Und nun möchte ich dir noch einmal von Herzen sagen:

Keiner ist perfekt und benimmt sich immer absolut korrekt.
Bei Knigge geht es einfach um die Kleinigkeiten, die das Zusammenleben und das Miteinander so viel schöner machen. Und das kann dein Kind am besten von dir selbst lernen!

 


 
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Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!
— Pippi Langstrumpf
 

 

 
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